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° Monsanto kapituliert im Schwalm-Eder-Kreis
Monsanto
kapituliert im Schwalm-Eder-Kreis
Der Gentech-Konzern Monsanto hat dem Landrat des Schwalm-Eder-Kreises Anfang
April 2008 schriftlich mitgeteilt, dass das Unternehmen auch in 2008 auf
seine umstrittenen Genmais-Versuche im Waberner Ortsteil Niedermöllrich
verzichten wird. Monsanto hat sich allerdings vorbehalten, die Optionen auf
den Standort Niedermöllrich und die damit verbundenen BVL-Genehmigungen zu
einem späteren Zeitpunkt zu nutzen, wenn es neuen "Forschungsbedarf" gäbe.
Monsanto wollte aktuell seine neuen, i.d.R. mehrfachgestapelten
Genmaissorten testen und mit dem Gesamtsortiment vergleichen. Dafür war eine
Fläche von bis zu fünf ha vorgesehen, was faktisch bedeutet hätte, dass hier
eine praxisorientierte Demonstrationsanlage für Marketingzwecke in der Mitte
Deutschlands angelegt worden wäre.
Begründet wird der Verzicht nun mit ausreichenden wissenschaftlichen
Erkenntnissen von den anderen Versuchsstandorten. Bei der Antragsstellung
war die Unverzichtbarkeit dieses Standorts damit begründet worden, dass es
hier (noch) keine Maiszünsler und auch keine Wurzelbohrer gibt, gegen die
die neuen Sorten durch die Tricks der Monsanto-Gentechniker mit jeder
Pflanzenzelle undefinierbare Mengen Gift produzieren.
Gegen diese seltsame Logik haben sich tausende von Einwohnern der
betroffenen Region erfolgreich zur Wehr gesetzt. Das Bündnis "Kein Genmais
im Schwalm-Eder-Kreis" geht davon aus, dass Monsanto am Standort
Niedermöllrich endgültig vor dem Widerstand der Bevölkerung kapituliert hat
und wird ab sofort offensiv gemeinsam mit Landwirten,
Lebensmittelhandwerkern und Handelsunternehmen an einer gentechnikfreien
Region Nordhessen arbeiten.
Dazu gibt es detalliierte Informationen am 8.4. 08 um 14 Uhr im DHG
Niedermöllrich, verbunden mit einem Vortrag von Prof.Dr. Hubert Weiger,
Präsident vom BUND Deutschland um 20 Uhr am selben Ort.
07.04.2008
Quelle: Bündnis "Kein Genmais im Schwalm-Eder-Kreis"
www.bio-markt.info

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