|
|
|
|
° Zeitfenster und Bereitschaftsfenster –
„Was jetzt dran ist“ Zeitfenster und
Bereitschaftsfenster – Channeling von Tio, übermittelt von Silvie Katz, Oktober 2010
Tio (kommt sehr heiter rein, mit dem Gefühl von Sternengefunkel und guter Laune): Nun, liebe Leserinnen und Leser, ich grüsse euch alle von Herzen. Wenn ich einen Hut hätte, dann würde ich diesen wieder einmal mit grossem Respekt vor euch ziehen, weil ihr so unverdrossen weiter lauft auf der Zielgeraden zum Neuen Bewusstsein, auch wenn vielen von euch beinahe die Puste dabei ausgeht. Nun – die Puste geht euch nur beinahe aus. Es gibt viel zu tun, mehr als jemals, und ihr schafft das alle mit Bravour. Es ist nun mal so bei Evolutionssprüngen – wenn sie ihren Höhepunkt, die kurze Zeitspanne grösster Dynamik, erreichen, werden sie richtig anstrengend. Die gute Nachricht dabei ist, dass man ganz sicher nicht an Überanstrengung stirbt und bei aller Mühe dennoch immer klarer sieht und immer deutlicher merkt, dass nun auch die ältesten und tiefsten seelischen Wunden heilen und dass ihr immer anspruchsvollere Heilungsaufgaben bewältigt. Viele von euch wissen das inzwischen sehr genau und fühlen sich sehr gut, auch wenn die Zeit und ihre Anforderungen sie anstrengen. Jetzt hat die Silvie aber was zu meckern. Also raus damit. Fragestunde ist eigentlich erst später, aber ich mache mal eine Ausnahme. Silvie: Ganz ernst, Tio, es sterben doch so viele Menschen – gerade jetzt in dieser Zeit. Tio: Aber nicht an Überanstrengung beim Entwickeln. Viele haben die Freiheit, den Körper zu verlassen, wenn sie Angst haben, sie schaffen den Wandel nicht innerhalb der Inkarnation. Wir hier oben im Kosmos bedauern dies, aber wir respektieren es auch, wenn jemand es so will. Jedoch steht diese Möglichkeit nicht jedem Menschen zur Verfügung – alle, die sich bei ihrer Geburt entschlossen haben, BEWUSST ins Neue Zeitalter zu gehen, werden dies IM KÖRPER tun. Es kann auf keinen von euch Pionieren verzichtet werden. Wer von den „Lichtarbeitern“ seinen Körper während des Wandels verlässt, ist entweder alt und hat seinen Beitrag zum Wandel geleistet, oder er hat eine Art „Sondergenehmigung“, wenn er in feinstofflichen Sphären etwas Dringenderes zu tun hat als auf Erden. Dies sind aber sehr seltene Ausnahmen. KEINER von euch stirbt an Entkräftung, und ihr werdet auch nicht ernsthaft krank davon. Wenn ihr aber manchmal ganz zu Recht stöhnt, weil ihr so angestrengt seid, dann könnt ihr euch auf eine sehr qualifizierte Art und Weise Erleichterung verschaffen und euer persönliches Tempo dem Tempo eurer Seele anpassen. (Lustig) besonders hier in eurer westlichen Kultur ist das manchmal eine sehr gute Idee! Dazu bringe ich euch nachher eine ganze Menge Wissen und Hintergrundbeleuchtung, und vorher in unserer kleinen Meditation stelle ich euch einen Archetyp vor, der sich ebenfalls als sehr hilfreich erweisen wird, so dass man zwischendurch auch mal verschnaufen und sich an seinen Fortschritten freuen kann. Nun – lasst uns mit dem gemütlichen Teil beginnen – (amüsiert) ihr wisst, bei mir kommt der gemütliche Teil immer zuerst und die Gehirngymnastik dann. Setzt oder legt euch bequem hin, und nehmt euch gegen eventuelle frühherbstliche Kühle eine warme Decke, so dass ihr es rundum gemütlich habt. Dann schliesst sanft eure Augen, atmet einige Male tief aus und stellt euch vor, dass ihr jetzt eine kleine Erholungskur antretet. Mit jedem Ausatmen fällt die Müdigkeit der vergangenen Wochen oder Monate von euch ab, und ihr lasst mit dem Einströmen der Atemluft Entspannung und Erholung in euren Körper einströmen. Ihr könnt diese Meditation einfach mitlesen – dann ist es natürlich erforderlich, die Augen offen zu lassen – mitdenken und die Bilder innerlich sehen, die ich euch beschreibe, und ihr werdet einen sehr ordentlichen Meditationseffekt haben. Ihr könnt aber auch den Text auf Band sprechen und später anhören, ihn euch vorlesen lassen oder ihn eurerseits lieben Freunden vorlesen. Das ist auch schön. Macht es, wie ihr möchtet, wie es euch gefällt, nur meditiert bitte nicht beim Autofahren. Lasst euch immer noch ein wenig tiefer in die Entspannung und in die Erholung sinken, langsam und ohne Eile, ganz passiv ohne etwas zu tun, und irgendwann spürt ihr, wie ihr sanft auf einem weichen Boden landet. Ihr wisst, ihr befindet euch tief in eurem Allerheiligsten, in eurem reinen Herzen, wo all euer Wissen bewahrt wird und ihr alle Antworten auf alle Fragen findet, die ihr euch zu ihrer jeweiligen Zeit stellt. Hier findet ihr ausserdem inneren Frieden und Erholung, hier könnt ihr eine Auszeit nehmen von den Stürmen des Lebens, und hier ist es immer friedlich und liebevoll. Hier, in eurem inneren Tempel, eurem Allerheiligsten, ist ein geschützter, idealer Ort, wo ihr alles findet, was ihr zur jeweiligen Zeit benötigt. Nun spürt ihr die Anwesenheit vieler liebevoller und sanfter Energien. Lasst eure inneren Augen noch geschlossen und FÜHLT die Freundlichkeit, die Liebe, die Sanftmut und die völlige Annahme eurer Person, die diese Wesen euch entgegenbringen. Hier dürft ihr passiv und empfangend sein, ihr braucht nichts zu tun, euch nichts zu verdienen, gar nichts zu leisten. Hier in eurem Allerheiligsten, im innersten Zentrum eures reinen Herzens, wird euch heute nur Gutes gegeben. Gebt euch noch eine Weile der Geborgenheit, der bedingungslosen Annahme, der umfassenden Freundlichkeit und Liebe hin, die diesen euren inneren Raum füllen, und spürt, dass auch ihr liebt, dass ihr euch in Liebe mit dem Leben, mit eurer körperlichen Existenz, mit diesem lebendigen Planeten Erde verbunden fühlt und dass euch diese Verbundenheit mit Frieden erfüllt. Nun, nach einer Weile, öffnet eure inneren Augen und seht euch ohne Eile um. Es mag sein, dass ihr euch zunächst in einem weichen, warmen goldenen Licht befindet und nicht sofort erkennen könnt, was um euch ist. Geniesst die Schwingung dieses Lichts. Es vergoldet und veredelt den Ort, an dem ihr seid. Nach und nach könnt ihr klar sehen, und ihr bemerkt, dass ihr auf eurem Feld der Begegnung seid, das heute etwas anders aussieht als sonst, so als hätte das sanfte Licht des Spätsommers ihm einen besonderen Schimmer verliehen. Die Bäume, das Gras, die Blumen und das tiefe Blau des Himmels sehen festlich aus, und ihr erinnert euch, es ist ja auch ein festlicher Tag, einer, an dem ihr euch erholen dürft, nichts tun müsst, passiv und empfangend seid für all das Schöne und Gute, das euch geschenkt wird. Zunächst nehmt ihr wahr, dass all eure liebevollen Begleiter aus dem Licht um euch sind. Vorhin habt ihr sie gespürt, nun könnt ihr sie sicherlich auch mit eurem inneren Sehvermögen wahrnehmen: Eure Engel, eure geistigen Freunde und Freundinnen, liebe Gefährten und Gefährtinnen aus anderen Leben, vielleicht auch die Lichter, die eure nicht inkarnierten Seelengeschwister aus eurer Seelenfamilie sind. Und es kann gut sein, dass auch grosse Wesenheiten aus dem Licht jetzt hier sind und ihr sie als starke, klare, absolut liebevolle Kräfte wahrnehmt. Lasst euch Zeit, euch umzuschauen und zu sehen und zu spüren, wer alles da ist und dass ihr euch hier auf einer Ebene des Seins befindet, auf der nur Liebe herrscht. Liebe ist das stärkste Heilmittel, welches das Universum kennt, und wenn ihr bemerkt, dass ihr Verletzungen und Wunden habt, am Körper oder in eurer Psyche, dann könnt ihr jetzt bitten, dass ihr eine Heilung durch Liebe erhaltet. Sicherlich gibt es nur wenige Menschen, die einer solchen Heilung nicht bedürfen, deshalb nehmt sie an, denn sie wird euch geschenkt. Lasst die liebevollen Wesen aus den Welten des Lichts euch mit ihren Lichthänden berühren, lasst sie eure Wunden heilen und euch Kraft und Zuversicht schenken, und ihr könnt einfach daliegen und spüren, wie eure Wunden heil werden und wie ihr euch immer kraftvoller und vertrauensvoller fühlt. Nach einer Weile spürt ihr, wie die Lichthände von eurem Körper genommen werden, und nun fühlt ihr euch gut. Ihr bemerkt, dass ihr ganz entspannt seid und ihr wisst, dass ihr so, in einem Zustand von Entspannung, euer Leben in der Welt mit sehr viel weniger Anstrengung meistern könnt, als ihr gedacht hattet. Ihr könnt Vertrauen haben, dass das Leben euch die richtigen Schritte in der richtigen Reihenfolge bringt, und ihr könnt Vertrauen haben, dass ihr das, was das Leben euch bringt, freudig annehmen könnt, wenn es schön ist, und es entschlossen annehmen und in Wachstum verwandeln könnt, wenn es den Anschein hat, es sei eben nicht schön. Beides lässt euch immer heiler und ganzer werden, bis ihr mit all euren Aspekten des Seins im Neuen Bewusstsein seid. Und es gibt eine zugleich leise und kraftvolle Verbündete, die euch gern dabei unterstützt. Lernt sie nun kennen und wenn ihr wollt, verbindet und verbündet euch mit ihr. Erinnert euch, ihr seid auf eurem Feld der Begegnung, und am Horizont leuchtet der grüne Hügel, die Wohnstatt der Archetypen, im Spätsommerlicht. Schon seht ihr sie in feierlicher Reihe den Hügel hinab schreiten und sich langsam dem Feld der Begegnung nähern. Wieder seid ihr ganz ergriffen von der Schönheit, die von ihnen ausgeht. Sie sind alt oder jung, es sind Männer, Frauen und Kinder, alle in schimmernde helle Gewänder gekleidet, hoch gewachsen und anmutig, ideale Gestalten, von denen jede eine ideale Eigenschaft darstellt. Nun, sobald sie in eurer Nähe angekommen sind, stellen sie sich in mehreren Reihen im Halbkreis vor euch auf. Wie sonst auch gibt es solche, die in der ersten Reihe stehen und die so hell strahlen, dass man sie sofort sieht. Da seht ihr das Selbstbewusstsein und die Freude, die Begeisterung, die Kraft, den Stolz und eine ganze Anzahl von Talenten. Vielleicht steht auch die Liebe bereits in der ersten Reihe; es mag sein, dass die Zeit, in der sie im mehr Verborgenen wirkte, schon vorbei ist. In den anderen Reihen stehen jene Ideale, die eher leise und unauffällig daher kommen und auf eine Weise wirken, die ebenfalls leise und unauffällig ist und dennoch genau so wichtig wie die strahlenden Eigenschaften derer ganz vorn. Da seht ihr die Würde und die Vernunft, die Bescheidenheit und die Friedfertigkeit, die Weisheit, die bekanntlich kein grosses Aufhebens um sich macht, die Grossmut und – die eine, die euch heute begrüssen wird. Sie kommt nun gemessenen Schrittes auf euch zu, mit einem zarten Lächeln auf dem schönen Gesicht. Sie kommt sicherlich in Gestalt einer Frau, denn sie ist eine weibliche Energie, eine annehmende, wissende, abwartende Energie. Sie wird sehr hilfreich sein in dieser Zeit, in der ihr jetzt lebt, und häufig wurde sie bisher unterschätzt und verkannt. Sie hat gewartet, bis ihre Stunde kam, und nun ist sie da. Und während sie gemessenen Schrittes auf euch zu schreitet, wird euch klar, welches Ideal sie darstellt: Sie ist die GEDULD. Ihr freut euch sehr, sie zu begrüssen. Sicherlich hat sie euch gefehlt. Vielleicht habt ihr dieses Fehlen bemerkt, vielleicht auch nicht, und fortwährende Beschleunigung und rasches Tun waren euch so selbstverständlich, dass euch gar nicht bewusst wurde, wie sehr eine ausgleichende Kraft gefehlt hat. Nun steht sie vor euch und ihr seht ihr Gesicht. Lasst es auf euch wirken, dieses freundliche, gelassene, GEDULDIGE Gesicht, und ihr bemerkt, dass sie mit sich selbst in Frieden ist und dass sie sich wohl fühlt. Sie mag bescheiden aussehen, ein einfaches Kleid tragen und eine unauffällige Schönheit besitzen, die man erst auf den zweiten Blick erkennt, aber unter ihrer unauffälligen Hülle verbirgt sich eine beeindruckende Kraft, der sich niemand entziehen kann. Je länger ihr sie anschaut, desto deutlicher fühlt ihr, dass sie eine durch und durch positive Kraft ist. Sie hat nichts zu tun mit Leidensfähigkeit, Unterwürfigkeit oder Märtyrertum. Manches Mal ist sie damit verwechselt worden, und sie hat geduldig abgewartet, bis die Zeit reif war, dass man ihr wahres Wesen erkannte. Sie ist nicht schwach. Sie ist stark und handlungsfähig, und sie weiss, WANN ETWAS GETAN WERDEN MUSS UND WANN NICHT. Das ist ihre Essenz, das ist die Erkenntnis, die den Stress im Leben beendet und die Erschöpfung heilen hilft: Wissen, wann etwas getan werden muss und wann nicht. Wenn ihr euch mit ihr, der Geduld, verbindet, dann wird euch dieses Wissen auf intuitivem Wege ebenfalls zugänglich. Neigt euren Kopf ganz leicht vor ihr und schaut sie dann wieder an. Vielleicht seid ihr ein wenig erstaunt, dass sie nun auch den Kopf vor euch neigt und sich dann wieder aufrichtet. Dies ist ein Zeichen des Respekts, den sie vor euch hat, und der euch annimmt, so wie ihr seid, mit alle eurem Können, mit all eurem Wissen – und mit dem, was ihr vielleicht noch braucht, um heil und ganz zu sein. Der Impuls, sich mit ihr zu verbinden, kommt von euch. Sie, die Geduld, wartet gelassen und entspannt. Gebt dem Impuls nach, sobald ihr ihn spürt. Streckt eure Hände aus und macht euch bereit, die Berührung der Geduld zu empfangen und ihre Energie in euch aufzunehmen. Sie berührt nun mit ihren Fingerspitzen die euren und ganz langsam beginnt die Kraftübertragung. Zuerst bemerkt ihr vielleicht nur ein leichtes Prickeln in euren Fingern, dann beginnt ein zartes Strömen, das sich eure Arme aufwärts bewegt und dann in euren ganzen Körper fliesst, auch in Hals und Kopf. Die Empfindung ist sehr angenehm und entspannend. Einige kennen sie schon, wenn sie sich intensiv mit östlichen Philosophien befasst haben: Stärke, die nicht aus Anspannung, sondern aus Entspannung kommt. In der Ruhe liegt die Kraft. In der Geduld liegt das gesunde Tempo. Für viele Menschen in eurer westlichen Kultur wird es jedoch neu sein, diese entspannte Kraft wirklich zu FÜHLEN. Es tut sehr gut, geniesst es in aller Ruhe solange ihr wollt. Nun, nach einer Weile, wird das Fliessen weniger und hört dann auf. Die Geduld löst den Kontakt ihrer Hände. Dann verbeugt sie sich ganz leicht vor euch und ihr verbeugt euch ganz leicht vor ihr. Dann zieht sie sich zurück und reiht sich wieder in die Gruppe der Ideale ein, die vor euch stehen. Diese drehen sich nun auch um und schreiten ihren Weg zu dem grünen Hügel, ihrer Heimstatt, zurück. Ihr steht auf eurem Feld der Begegnung und seid angefüllt und erfüllt mit einer neuen Erfahrung von sanfter Kraft, mit GEDULD. Ihr merkt, wie klar eure Sicht nun wird, und ihr wisst auch, dass es nun gut ist, diese Kraft eine Weile in Ruhe zu lassen und ihr die Möglichkeit zu geben, in eurem Körper und in eurer Psyche Gutes zu tun. Wenn ihr wollt, könnt ihr die Meditation noch eine kleine Weile fortsetzen und euch auf eurem Feld der Begegnung auf die Wiese oder unter einen Baum legen, die Wärme des Tages geniessen und der Begegnung nachspüren und ihre entspannende, befreiende Wirkung nachklingen lassen. Ihr könnt aber auch nun zu eurer Treppe gehen, die euch über zehn bequeme Stufen in den Tag zurückführt, und könnt euch in einer neuen, entspannten, GEDULDIGEREN Weise eurem Alltag wieder widmen. In den nächsten Tagen werdet ihr erkennen, dass ihr euch weniger Arbeit zu machen braucht als ihr bisher gedacht hättet. In vielen Situationen werdet ihr erkennen, dass NICHTS GETAN WERDEN MUSS, und dass die Dinge von alleine laufen, wenn man sie nur lässt. In anderen Situationen werdet ihr erkennen, dass JETZT UND KRAFTVOLL etwas getan, entschieden, beendet oder begonnen werden muss. Ihr werdet es wissen. Euer Herz und euer Bauch werden es wissen, und euer Kopf wird sich der Details der Umsetzung eurer Erkenntnis widmen. Zu leben und sich immer wieder richtig zu entscheiden, ist viel leichter mit Geduld. Verbindet euch mit ihr, so oft ihr wollt und besonders dann, wenn ihr merkt, ihr werdet ungeduldig. Mit Geduld lauft ihr entspannt über die Zielgerade und ins Ziel: Das Neue Bewusstsein. Nun, wenn ihr die Meditation beenden wollt, dann geht langsam eure Treppe hinauf und fühlt euch mit jeder Stufe wacher und frischer. Oben im Tagesbewusstsein angekommen atmet einige Male ganz aus und atmet Frische und Lebendigkeit ein. Dann reibt euer Gesicht und den Kopf, streckt eure Arme und Beine, spannt die Muskeln an und lasst sie wieder locker, und öffnet ganz sanft eure Augen und schaut euch um. Bewegt euch, dreht euch, streckt euch und gähnt wie eine Katze nach dem Mittagsschlaf, und dann geht umher und kommt wieder ganz im Tagesbewusstsein an. Wer sehr tief meditiert hat, dem ist anzuraten, eine Kleinigkeit zu essen, einige Schlucke zu trinken oder einen Spaziergang zu machen. So, nun seid ihr wieder da und habt sicherlich die richtige Mischung aus Neugier und Geduld für den Informationsteil, der jetzt kommt. Na Silvie, hat es dir gefallen? Silvie (gähnt): Jaaaa – ich bin eine Katze nach dem Mittagsschlaf. Ich muss mich strecken. (Dehnt und streckt sich und läuft im Zimmer umher und setzt sich wieder hin.) Seltsam, obwohl ich die ganze Zeit schreibe, habe ich jedes Mal einen richtig schönen Meditationseffekt, wenn Tio seine Meditation macht. Ich höre seine Stimme während des ganzen Vorgangs und meine Hände schreiben. Tio (lacht freundlich): Ich glaube, man nennt das „automatisches Schreiben“. Ich hab mal so was gehört... Silvie (lacht): Das wird es wohl sein. Obwohl ich immer genau mitbekomme, was du sagst und was da auf dem Bildschirm steht. Tio (munter): Vollnarkose ist für automatisches Schreiben auch keineswegs notwendig. In früheren Zeiten hat man das so gemacht, da ging man in Trance, denn da waren die Menschen energetisch viel dichter, aber heutzutage kann man mit viel weniger Kraftaufwand Durchsagen empfangen und aufschreiben. Wer channelt und sich noch derartig anstrengt, kann ruhig mal seine Glaubenssätze überprüfen und es sich leichter machen. Nun aber – willst du jetzt weiter schreiben oder in deinen Alltag zurück? Silvie: In meinen Alltag zurück. Tio: Gut, ich danke dir, und dann bis bald. Denk an mich, wenn du den nächsten Teil schreiben willst. Silvie: Mach ich.
(Nach einigen ganz normalen Tagen):
Silvie: Ich denke gerade absichtsvoll an dich, Tio. Wollen wir jetzt weitermachen? Mit dem Informationsteil? Tio (erfreut): Klar! Dem Leben wohnt ein Entwicklungsplan inne, dessen Ablauf nichts mit Vorbestimmung zu tun hat. Dies wird euch nun wahrscheinlich wundern, denn ihr werdet denken, was geplant ist, das ist auch vorbestimmt. Dies ist bei näherer Betrachtung jedoch nicht der Fall. Der Plan, der dem menschlichen Leben innewohnt, ist INTELLIGENT. Das ist schon einmal ausserordentlich wichtig. Intelligenz versetzt den Plan in die Lage, Ereignissen zu FOLGEN und sich immer weiter zu entwickeln, anstatt Ereignisse zu generieren, nur weil sie in einem Programm oder Inhaltsverzeichnis stehen. Dabei verliert der Plan nicht sein Ziel aus den Augen, sondern er passt sich immer wieder an, damit er sein Ziel erreicht. Um einem vorgegebenen Plan zu folgen, braucht es nicht unbedingt Intelligenz. Dafür braucht man noch nicht einmal lebendig zu sein. Ein Computer, der weder lebendig noch intelligent ist, folgt sehr „brav“ seinem Programm. Wenn das Programm ordentlich geschrieben ist und keine Programmierfehler enthält, schreibt er sogar brav ein Gedicht, wenn der Programmierer es so festgelegt hat. Aber mit Intelligenz hat das nicht das Geringste zu tun. Intelligenz ist erforderlich, um einem Plan nicht nur folgen, sondern seine Aktivität auch ÄNDERN zu können. Nehmen wir noch einmal das Beispiel mit dem Computer zu Hilfe. Er kann ein Gedicht schreiben, wenn man ihm das entsprechende Programm eingegeben hat. Man gibt ihm ein Stichwort oder eine Überschrift, und er macht das. Man kann ihm sicherlich sogar sagen, wie lang das Gedicht sein soll und welche Form es haben soll, z.B. ein Sonett, oder acht Knittelverse oder sonst etwas. Der Computer wird das machen, wenn er es im Programm hat. Allerdings lässt er sich nicht beirren. Wenn der Computerbenutzer während der Entstehung des Gedichts denkt, er möchte das Gedicht fröhlicher haben oder vielleicht originellere Reime, dann kann er das denken und wünschen so lange er will, der Computer wird dennoch unbeirrt fortfahren, seine Worte und Reime zu kombinieren und das zu tun, was sein bisheriges Programm ihm sagt. Sogar „lernende“ Computer sind nicht wirklich intelligent, sie sammeln Vokabeln und erweitern damit den Vorrat, aus dem sie schöpfen können, aber das tun sie auch bloss, wenn man es ihnen einprogrammiert hat. Dies ist weder Intelligenz noch richtiges Lernen. Wer hier intelligent ist, das ist der Programmierer, der ein solches Programm ersinnt. Computer können nichts ändern, denn sie „wissen“ nicht wie. Um etwas anderes zu tun als was er gerade tut, würde der Computer ein anderes Programm brauchen, und dem würde er dann genau so brav folgen wie dem ersten. Menschen – und andere intelligente Wesen – müssen sich nicht derart einschränken. Wenn sie es dennoch tun, dann sind sie sicherlich falsch informiert und wissen nicht über ihre Möglichkeiten Bescheid. Jeder Plan, der dem menschlichen Leben innewohnt, ist also intelligent und damit ist er - der Plan - reaktionsfähig und er hat die Fähigkeit, sich ständig an das, was er bisher generiert hat, anzupassen und sich zu verändern. Ein solcher dynamischer Plan ist demnach kein Ablaufprogramm, dem der Mensch zu folgen hat, sondern ein solch intelligenter Plan ist vielmehr ein PARTNER DES MENSCHEN bei dessen Entwicklung. Man muss dem Plan auf INTELLIGENTE Art und Weise folgen, das heisst, man ist gut beraten, wenn man ihm vertraut und wenn man beobachtet, was geschieht, wenn man folgt. Man kann jederzeit etwas ändern, wenn auch innerhalb eines Rahmens, der mal weiter, mal enger ist, je nach Situation. Nun werdet ihr sagen, es gibt doch Wahrsagerei, die einem genau erzählt, was sein WIRD, und häufig ist Wahrsagerei tatsächlich wahr. Nun, dass sie häufig wahr ist, das stimmt. Es ist aber ebenso wahr, dass sie öfter als nur gelegentlich – eben NICHT stimmt. Und das ist der Grund, warum die Silvie und ich keine konventionelle Prognostik – auch Wahrsagerei genannt – machen. Wir werden uns hoffentlich hüten, jemandem zu sagen: „Das wird sein“. Was wir machen, ist: Die WAHRSCHEINLICHSTE ENTWICKLUNG herausfinden, vom jeweiligen Zeitpunkt aus betrachtet. Und diese ist veränderbar. Durch den Menschen selbst. Wir würden konkret z.B. sagen: „Wenn du, lieber Mensch, jetzt keine Kur machst und dich gründlich erholst, dann ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass du krank wirst und dir eine längere Pause einhandelst. Dein Körper will sich erholen, und das wird er nach Möglichkeit tun – entweder mit angenehmer Kur oder mit Zwangspause, du hast die Wahl.“ Oder: „Es ist ratsam, dieses oder jenes alte Reaktionsmuster aus der Kindheit zu erlösen, damit folgende Wahrscheinlichkeit eintreten kann: Du fühlst dich so erwachsen wie du bist, du strahlst dies aus, es kommt bei deinen Mitmenschen gut an und sie werden dir zu deiner Zufriedenheit mehr Verantwortung übertragen.“ In früheren Jahrhunderten war diese dynamische Art der „Wenn-dann-Prognostik“ wenig bekannt und gar nicht beliebt. Und noch immer findet man gar nicht so selten den Glaubenssatz, dass alles oder doch das meiste im Leben vorbestimmt sei. In früheren Zeiten sind die meisten Menschen brav dem gefolgt, was sie für einen vorgegebenen Plan hielten. Es gehörte zum Alten Bewusstsein, dass man sich nicht allzu viele Gedanken darüber machte, ob man etwas steuern konnte und wenn ja, was und wenn möglich, wie und auf welcher Ebene. Das Leben entwickelte sich zwar auch damals mit einer konsequenten Eigendynamik, aber dies wurde selten erkannt. Die Eigendynamik hatte oft zum Inhalt, dass nicht erkannte Probleme schlimmer wurden, aber das hielt man nicht für eine Aufforderung zu Erkenntnis und Wandel, sondern für Schicksal, und meistens fügte man sich. Auf einer Höheren Ebene von intelligenter Planung – nämlich auf kosmischer Ebene – war dies sinnvoll, denn auf diese Weise konnten die Erfahrungen der Dritten Dimension – das Alten Bewusstseins – gemacht werden. Aber dies war eine besondere Zeit und eine Zeit der besonderen Erfahrungen, und sie ist nun vorbei. Brav dem zu folgen, was Leben und „Schicksal“ einem bringen, wird heutzutage nur noch wenigen Menschen weiter helfen. Und wem? Nur den wenigen Glückspilzen, in deren Leben die Eigendynamik einen angenehmen Verlauf nimmt. Aber sie waren und sind seltene Ausnahmen, jene Menschen, denen scheinbar Glück, Erfolg, Wohlstand und eine blühende Gesundheit in die Wiege gelegt wurden. Die vielen Anderen haben nun auf eine sehr spirituelle und intelligente Weise mehr und mehr Gelegenheit, buchstäblich ihres Glückes Schmied zu werden. (Mit vieeeel Pathos und Humor): Und dazu ist es hilfreich, wenn man etwas über die intelligente Logistik der menschlichen Seele weiss und darüber, wie sie funktioniert, und ausserdem darüber, wie man sie sich zum Partner macht.
Doch, es gibt ihn. Aber er ist nicht statisch und festgeschrieben wie ein Computerprogramm, sondern hoch dynamisch. Die wichtigsten ERFAHRUNGEN im Leben stehen in diesem Plan. Der Plan wird sich alle Mühe geben, diese Erfahrungen auch zu verwirklichen, weil es solche sind, die den Menschen wachsen lassen und zu seiner Vollständigkeit beitragen. Bitte verwechselt Erfahrungen nicht mit Ereignissen. Erfahrungen gehen mit Ereignissen einher, aber sie sind nicht die Ereignisse selbst. Nehmen wir ein Beispiel: Ein Mensch möchte die Erfahrung machen, zu seiner lange verschütteten eigenen Kraft zu finden und aus sich selbst heraus innere Stärke und äussere Kompetenz zu entwickeln. Dies ist eine Erfahrung unter vielen, für einige Menschen ist sie zentral, andere kennen sie schon oder machen andere Erfahrungen. Die Erfahrung heisst in diesem Falle also: Aus sich selbst heraus in die eigene Kraft kommen. Es wird sicherlich Ereignisse geben, die diese Erfahrung ermöglichen, aber diese können ganz unterschiedlich sein. Ein Mensch kann erfahren, dass er in der Kindheit auf sich selbst gestellt ist, weil seine Eltern krank oder nicht da sind. Andere Ereignisse können Verlusterfahrungen in der Jugend sein oder ein Zusammenbruch des Lebenskonzepts im Erwachsenenalter. Es geht auch völlig undramatisch: Ein Mensch kann miterleben, wie jemand in seiner Umgebung vom Leben ordentlich gebeutelt und scheinbar von allen guten Geistern im Stich gelassen wird und selber darüber ans Nachdenken kommen. Denkbar ist so ziemlich alles, und so ziemlich alles ist möglich. Es ist sogar schon vorgekommen, dass jemandem nur gesagt wurde: „Hör mal, wo ist denn deine eigene Kraft? Sie ist da, spüre sie mal!“ Und der Umschwung begann, die Erfahrung wurde gemacht und der Mensch wuchs. Alles ist möglich. Die Erfahrung wird gemacht werden, und die Ereignisse, die sie ermöglichen, können sehr unterschiedlich sein. Das Fazit ist: Erfahrungen werden durch Ereignisse ermöglicht. Es ist möglich, die Erfahrungen zu „sehen“, die ein Mensch im Leben machen will und sehr wahrscheinlich machen wird, aber nur sehr bedingt „sehen“ kann man die Ereignisse, die sie ermöglichen, denn diese können ja ganz unterschiedlicher Art sein.
Es geht dem Plan darum, dass der Mensch wächst. Deshalb versucht er – der Plan – sich auf jeden Fall zu verwirklichen. Wenn der Mensch aus den Ereignissen, die ihm begegnen, nicht die Erfahrungen zieht, die ihn weiter bringen, WIRD DER PLAN DEUTLICHER. Das heisst: Wenn man nicht versteht, wo man hin soll, dann werden die Wegweiser in grelleren Farben gemalt werden. Es geht einem schlechter, Dinge misslingen, Krankheiten können kommen, Erfolge können sich zerschlagen, Materie kann sich in Nichts auflösen – und all dies ist weder Bosheit des Lebens noch ein schlimmes Schicksal, es ist nur der Plan, der sagt: „Hallo, du bist auf dem Holzweg. Deshalb werde ich deutlicher. Bitte schau hin. Ich, dein Entwicklungsplan, wurde von deiner Seele gemacht, sie will, dass du wächst und blühst und gedeihst. Das kannst du aber nur, wenn du mich erkennst!“ Also, falls das Leben sehr ungemütlich wird: Der Holzweg ist dann wahrscheinlich direkt unter euren Füssen. Schaut hin, was immer unerträglicher wird. Genau dies möchte, dass ihr es ändert. Klammert man sich an etwas oder jemanden? Es oder der Jemand wird weggehen. Loslassen und Selbständigkeit will gelernt werden. Traut man sich nicht aus seinem Mauseloch? Es wird eng, traurig und ungemütlich darin werden. Raus gehen und sich entfalten sind gefragt. Und so weiter. Der Plan wird so lange deutlicher, bis man den nächsten Schritt wagt. Was taten Menschen während des Alten Bewusstseins normalerweise? Der Lebensplan musste schon SEHR deutlich werden, bevor sie auf die Idee kamen, sie könnten überhaupt etwas tun. Entschlossen sie sich dazu, wurde es meist besser. Davor war der Lebensplan oft ihr Feind. Was tun Menschen des Neuen Bewusstseins im Falle deutlicher Wegweiser? Sie schauen genau hin. Und wenn sie die Schrift nicht lesen können, besorgen sie sich eine Brille, das heisst, sie fragen, lesen, denken nach, lassen sich coachen, oder was auch immer. Die Welt ist voller Möglichkeiten und passender Lesebrillen. So kann man sich den Lebensplan zum Freund machen. Lest die Ereignisse richtig, dann werdet ihr gut reisen, die richtigen Erfahrungen machen und euer Wagen wird keinen Achsbruch erleiden.
Dies ist mit Sicherheit der wichtigste Punkt, den man über die intelligente Logistik der Seele wissen muss. Der Plan verwirklicht sich in Stufen, die aufeinander aufbauen. Der Aufbau ist intelligent. Die Abfolge der Stufen ist sinnvoll. Man bleibt so lange auf derselben Stufe, bis man erkannt hat, was man dort erfahren soll. Dann hat man normalerweise eine Pause, in der man die neuen Erkenntnisse anwenden und festigen kann. Dann folgt die nächste Stufe. Und so weiter. Silvie (heiter, muss fast lachen): Bis zur Erleuchtung? Tio (ebenfalls sehr belustigt): Eher ad infinitum. Die Erleuchtung ist allerdings ein schönes Etappenziel. Und ebenfalls ein schönes Etappenziel ist einfach ein Leben, in dem es einem gut geht und man entspannt und einigermassen glücklich ist. Silvie: Provokante Frage, ich kann es einfach nicht lassen: Geht das? Tio: Natürlich. So läuft Entwicklung im Neuen Bewusstsein: Entspannt und glücklich. Damit aber auch alle ohne Achsbruch dorthin kommen, wo sie hin wollen und hin sollen, machen wir jetzt mit dem Text weiter.
(Mit gespielter Ratlosigkeit, lustig): Ich verstehe gar nicht, warum die Leute das meistens nicht gerne hören. Ist doch eine wirklich intelligente Antwort! Silvie (muss sich erst einmal ausschütten vor Lachen, dann geht es weiter). Tio (amüsiert): Geht’s wieder? Silvie: Moment noch.
(Nach einer Tasse Kaffee geht es weiter.)
Tio: Man ist gut beraten, wenn man dieser Logistik vertraut. Schliesslich hat eure Seele sie ersonnen, und die befindet sich eine Etage höher als eure Persönlichkeit, das heisst: Sie hat den Überblick. Die Seele weiss, WANN sie euch WAS präsentieren kann und was eine sinnvolle Reihenfolge ist. Sich daran zu halten, erspart garantiert eine Menge Verdruss und ermöglicht kurze Wege. Nehmen wir ein Beispiel, dann wird deutlich, was ich meine: Stellt euch vor, jemand lernt gerade sehr gründlich, wie man heilsame Distanz und Mitgefühl ordentlich ausbalanciert. Dies ist nicht so einfach, meistens dauert es eine ganze Weile, bis man es kann, und es werden einem viele Gelegenheiten geboten, sich abzugrenzen, genau hinzuhören, was die eigene Seele sagt, genau hinzuspüren, was andere Menschen brauchen und was nicht, sicher zu erfühlen, wie weit die eigene Verantwortlichkeit geht und wo sie aufhört, und vieles, vieles mehr. Nun, diese Stufe der Erfahrung gefällt unserem Beispielmenschen überhaupt nicht. Er möchte lieber eine Praxis als Geistheiler eröffnen und vielen Menschen helfen. Das ist sein Ziel. Schön, dass er sein Ziel kennt. Seine Seele kennt sein Ziel nämlich auch und möchte ihn möglichst ohne Umwege dort hin bringen. Also checkt sie gewissenhaft, welche Fähigkeiten er als Geistheiler mit vielen Patienten brauchen wird und was davon er noch nicht kann. In diesem Falle: Er ist zu nah dran. Er neigt zu Mitleid, nicht zu Mitgefühl. So wird er nicht arbeiten können, also lässt seine Seele ihn lernen. Er erwirbt nun zunächst die Kenntnisse und Fertigkeiten, ebenso die Glaubenssätze und Überzeugungen, die er als erfolgreicher und glücklicher Geistheiler brauchen wird. Ein Berater wird ihm sicherlich sagen: „Das Zeitfenster für deine Praxiseröffnung ist noch nicht da.“ Ein kluger Berater wird ihm ausserdem sagen: „Das Zeitfenster für deine Praxiseröffnung kommt sehr viel schneller, wenn du gründlich lernst, was das Leben dir gerade jetzt präsentiert.“ Wenn unser Beispielmensch klug ist, begreift er das und lernt willig. Und flugs hat er seine Praxis und sie läuft, und er und seine Patienten sind zufrieden. Silvie: Flugs! Flugs! Erfahrungsgemäss dauert euer „flugs“ da oben allerhand Jahre bei uns hier unten! Tio (behält die mögliche Antwort für sich und fährt mit dem Text fort): Nun, so rasch es geht. Und es geht rascher, wenn man MIT dem Plan geht anstatt gegen ihn agiert. Stellt man sich gegen den Plan, reagiert er und verlängert die Vorbereitungszeit, indem er mehr Gelegenheiten präsentiert. Ein Stufe kann erst verlassen werden, wenn ihre Erfahrungen gemacht und integriert worden sind, nicht eher. Versucht man, eine Stufe zu überspringen, klappt das entweder gar nicht – alle Türen sind zu – oder man wird buchstäblich „zurückgeworfen“ und kommt nicht drum herum, das zu tun, was dran ist und erst dann weiter zu schreiten. So, ihr Lieben, ich denke, ihr habt beim Lesen sehr genau gespürt, dass dieses Mitgehen mit der intelligenten Logistik der Seele überhaupt nichts mit Schicksalsergebenheit zu tun hat. Auf den allerersten, allerflüchtigsten Blick mögen sich beide Vorgehensweisen ähneln, aber genauer betrachtet könnten sie unterschiedlicher nicht sein. Blinde Schicksalsergebenheit hält die Augen der Erkenntnis fest geschlossen – deshalb ist sie energetisch blind – und rennt gar nicht so selten in ihr eigenes Verderben. Daraus entstanden die Erfahrungen der Dritten Dimension. Kluges Folgen des Lebensplanes und geduldiges Verweilen auf den jeweiligen Entwicklungsstufen jedoch verkürzt und entschärft Schicksal. Ein solches Vorgehen lässt, wenn man es wirklich gut kann, Schicksal gar nicht erst entstehen! Die Seele muss die Wegweiser nicht knallrot anmalen und in Neonschrift schreiben, wenn der Reisende schon ein diskretes kleines Hinweisschild verstanden hat. Und es ist gar nicht besonders schwierig, diese Meisterschaft zu erlangen. Zunächst eine grosse Hilfe dazu:
Man KANN also gar nicht in sein Verderben rennen, wenn man dem Lebensplan entspannt folgt. „Schlimme“ Dinge werden sich diskret aus eurem Leben entfernen. Ich kenne Leute, die berichten, dass das eine oder andere schwere Problem, hartnäckige Leiden, diese oder jene lange bekannte Angst sich Schritt für Schritt entfernt haben und waren erstaunt darüber, wie leise und undramatisch dies geschah. Nun, ihr Erdenbürger wart lange an Dramatik gewöhnt, nun ist es etwas befremdlich, wenn sie ausbleibt. Aber man gewöhnt sich rasch an entspannte Gelassenheit und weiss sie zu schätzen. Gleichzeitig wächst die Fähigkeit, auch bisher als „schlimm“ empfundene Ereignisse – es werden wenige sein – zu akzeptieren und dabei heil zu bleiben. Angenommen, die Eltern sterben – das tun alle Eltern irgendwann, denn sie sind ja die „Ältern“ - dann wirft es den, der klug mit seinem Lebensplan geht, nicht aus der Bahn. Er wird sie würdevoll verabschieden, er wird eine Weile sanft trauern und dabei im Alltag handlungsfähig bleiben, er wird seine Eltern in guter und liebevoller Erinnerung behalten und sehr bald wird er seinen Platz in der vordersten Reihe der Generationen einnehmen und ausfüllen. In all dem wird er Sinn erkennen und er wird daran wachsen. Er wird gelegentlich traurig sein, aber leiden wird er nicht. Ein anderes Beispiel: Angenommen, jemand verliert seine Arbeit: Es wirft ihn nicht aus der Bahn, sondern er sieht darin die neue Chance, die tatsächlich darin steckt und macht daraus eine Erweiterung seines Lebens. Er findet etwas Neues und Besseres oder er beginnt seinen kreativen dritten Lebensabschnitt etwas eher. Die Seele will euch niemals etwas Schlechtes. Sie will, dass ihr alle eure Potenziale entfaltet und gelassen und mit einer gewissen Weisheit durchs Leben geht. Darauf, dass die Logistik der Seele immer etwas Gutes für euch im Sinn hat, könnt ihr euch verlassen. Dann könnt ihr buchstäblich eures Glückes Schmied werden und die Meister eures Schicksals, das dann gar keines mehr ist, sondern ein gutes Leben in Einklang mit den Wünschen eurer Seele.
So werden aus Zeitfenstern immer öfter Bereitschaftsfenster und eure Entwicklung und Entfaltung geschieht mit der optimalen Geschwindigkeit. Es kann schon einmal vorübergehend nach Arbeit aussehen. Man wird sie jedoch mit dem richtigen Gespür für die intelligente Logistik der Seele gern tun und man wird den Sinn drin sehen, den sie als Vorbereitung für ein Ziel hat, und sie wird ihren Charakter als unangenehme Arbeit verlieren und statt dessen eine gern angenommene Herausforderung sein. Eine Herausforderung ist, wonach sie klingt: Sie fordert euch heraus aus euren bisherigen Grenzen und Begrenzungen und lässt euch wachsen. Natürlich erfordert das Mut, aber Mut ist die Würze des Lebens. Die Belohnung winkt: Man ist danach stärker geworden. Vertrauen benötigt man vor allem dann, wenn die Logistik eurer Seele euch ein Thema präsentiert, das auf den ersten Blick nicht auf dem Weg zu eurem Lebensziel liegt. Da hatten wir eine Klientin, die wollte eine Theatergruppe gründen, eine gute zudem, mit richtig talentierten Hobbyschaupielern. Die hätten alle viel Spass gehabt. Nun war die Frau auch schon älter und hätte Zeit und Geld dafür aufbringen können, sich richtig ganztags dafür zu engagieren. Nun war sie endlich so weit, frei von Mutterpflichten und in Rente, will endlich tun worauf sie sich lange gefreut hat – und dann wird der Ehemann pflegebedürftig. Was nun? Das scheint überhaupt nicht zu passen und sieht auf den ersten Blick nach einer echten Gemeinheit des Lebens aus. Nun – bei genauerer Betrachtung machte das jedoch durchaus Sinn. Sie hat sich dazu durchgerungen, ihren Mann teilzeitig zu pflegen und sich für einen anderen Teil ihrer Zeit eine gute Hilfe zu organisieren. Jetzt erwirbt sie eine Menge Kompetenzen in Zeit- und Arbeitsorganisation und lernt eine gute Balance zwischen eigenen Wünschen und Bedürfnissen und Verantwortung für einen kranken Menschen. Das Theaterprojekt ruht noch eine Weile, und bald will sie es in kleinerem Rahmen starten. Es sieht sehr gut aus für ihre künstlerischen Pläne, und die Pflege ihres Mannes hat zudem durchaus schöne Aspekte für sie und für ihn, und inzwischen ist sie mit der Situation in Frieden. Also: Wenn euch etwas „in den Weg gerät“, dann macht ihr klugerweise genau dies zuerst. Eure Seele hat sich ganz sicher etwas dabei gedacht, dass sie euch mit dieser Reihenfolge beehrt. Seid aufmerksam und lernt soviel ihr könnt, denn (lustig) ihr seid nicht mehr in der Schule und so lernt ihr auf alle Fälle etwas fürs Leben. Euer Ziel ist dann leichter zu erreichen. Was wie ein Aufenthalt aussieht, ist meistens nur eine „Qualifizierungsmassnahme“ und wird euch stärken. Wenn ihr eure Augen und euer Herz offen haltet, dann werdet ihr rasch erkennen, wozu es einen „Aufenthalt“ gegeben hat. Dabei hilft Vertrauen. Und Geduld auch. Bitte, ich sage damit NICHT, dass ihr euch in so einem Fall in euer Schicksal fügen und wie eine Maschine funktionieren solltet. Ganz und gar nicht. Bleibt wach! Macht es so, wie unsere Klientin es gemacht hat: Sie ist aufmerksam und lernt, so viel sie kann. Vor allem lernt sie, ihr Ziel im Auge zu behalten und zu sehen, wie sie es verwirklichen kann, auch wenn ihre gegenwärtige Situation schwierig aussieht. Sie ist sehr beharrlich und zielstrebig geworden, ohne ihre Umsicht und ihre Warmherzigkeit zu verlieren. All das wird ihr ab sofort und immerdar jeden Tag zugute kommen. Und DAFÜR benötigt man Aktivität: Sich nicht passiv fügen, sondern das Beste aus einer Situation machen und vor allem – sie als zusätzliche Qualifizierungsmassnahme des Lebens erkennen.
In den allermeisten Fällen kennt man intuitiv sein Ziel vom Tag seiner Geburt an. Manchmal kann man es benennen. Wir kennen eine Frau, die unbedingt Lehrerin werden wollte. Schon im Kindergartenalter hat sie mit ihren Stofftieren Schule gespielt. Sie kam aber aus einer Familie, in der „man“ Apotheker oder Chemiker wurde. Sie hat's versucht, aber ihr Chemiestudium nach zwei Semestern an den Nagel gehängt, weil es ihr gründlich zuwider war. Es war einfach nicht „ihres“. Inzwischen ist sie Lehrerin an einer Grundschule und absolut in ihrem Element. Und nach einer gewissen Eiszeit war ihre Familie dann auch zufrieden damit. Nun, was hat sie gemacht? Ganz einfach: Sie ist ihrer Faszination gefolgt. Sie hatte gar keine andere Wahl, als die richtige Wahl zu treffen. Bei ihr war es leicht, das Leben hat ihr sehr deutlich gezeigt, wo das Glück zu finden ist. Bei euch ist es aber im Grunde auch nicht anders. Wer sein Ziel kennt und es benennen kann, der möge sich auf den Weg dorthin machen. Wenn dafür Hürden zu überwinden sind, dann werden sie sich mit Vernunft, Vertrauen und Ausdauer überwinden lassen, und dies wird einen erfreuen, kommt man doch seinem Ziel immer näher und wird immer stärker dabei. Ist es nicht so deutlich, so ist doch immer eine Faszination oder zumindest ein starkes Interesse vorhanden an einem Thema, einer Tätigkeit, einem Sachgebiet. Dem möge man folgen. Bei vielen Menschen ist es so, dass sie nicht genau wissen, wo sie hin wollen, sie kennen bisher nur die ungefähre Richtung. Wenn sie ihren Interessen folgen, werden sie aber immer klarer sehen, was auf ihrem Weg liegt und was nicht, und das Ziel wird immer deutlicher. Man braucht manchmal Zeit und Geduld, man findet und erreicht sein Ziel nicht immer schon in jungen Jahren, aber man ist gut beraten, immer einen Freiraum zu haben für seine Interessen und ohne Stress kontinuierlich das zu pflegen und wachsen zu lassen, was einen fasziniert. Das Zeitfenster, wo man etwas daraus machen kann, was einen zufriedenstellt, wird kommen. Und es wird schneller kommen, wenn man erkennt, dass die Seele einen immer glücklich machen will.
Dies dürft ihr immer mehr in euer Bewusstsein einfliessen lassen. Keine Seele will das Unglück „ihres“ Menschen. Wirklich, Leute, Seelen, die „ihren“ Menschen unglücklich machen wollen, gibt es nicht! Im Gegenteil, Seelen bedauern es zutiefst, wenn jemand leidet. Dies ist euch mit Sicherheit nicht selbstverständlich. Wenn ihr es auch wisst, so ist es doch bisher ziemlich selten, dass man es auch fühlt. Deshalb empfehle ich euch, dass ihr euch Folgendes als tägliches Stärkungsmittel verabreicht: „Meine Seele will, dass ich glücklich bin.“ Nach einer Weile wird sich euer Körper, eure Persönlichkeit, euer feinstoffliches System – kurz, alles, was ihr in dieser Inkarnation seid – daran erinnern. Während des Zeitalters des Karmas – auch Dritte Dimension oder Altes Bewusstsein genannt – sah das nicht immer so aus. Es gab sehr viel Leid und viele scheinbare Umwege in der Entwicklung. Nun, das war ein besonderer Abschnitt, und nun ist er vorbei. Auch während jenes Zeitalters wollte die Seele, dass der Mensch glücklich wird, nur mussten allerhand karmische Erfahrungen gemacht werden, und das Glück war nicht in jeder Inkarnation erreichbar. Nun aber ist es das. Man muss es nur begriffen haben, dann kann man sich auf den Weg machen. Manchmal kommt man nicht ganz leicht dorthin, wo das Glück ist, aber es geht. Sogar in den wenigen Ausnahmen, die hoffnungslos aussehen – es aber keineswegs sind. Dazu nachher noch einige Worte. Die Zeit, in der ihr lebt, ist eine WENDEZEIT. Das heisst unter anderem, dass sich sehr vieles wenden wird, und zwar zum Guten. Ihr befindet euch mitten in einem Evolutionssprung, und diese Annahme kann man nicht nur überall beobachten und bestätigt finden, sondern sie ist auch in mehreren alten Kulturen, die oft weit vorausblicken konnten, bekannt gewesen. So sagen alte indische Lehren, dass ihr gerade jetzt in diesen Jahren vom dunkelsten Zeitalter der Erde in ihr hellstes Zeitalter wechselt. Vom Dunkelsten ins Hellste? Das geht nur mit einem SPRUNG! Es gibt noch viele andere Beispiele, es möge für heute dieses eine genügen. Auch die Astronomie, eine anerkannte, „vernünftige“ Wissenschaft eurer Tage, berechnet grosse Veränderungen voraus: Sonnenflecken, Magnetstürme – und es ist den Wissenschaftlern aufgefallen, dass immer bei solchen Ereignissen kollektive Bewusstseinssprünge aufgetreten sind. Dies sind einzelne Hüpfer in einem grossen Sprung – und in diesem befindet ihr euch jetzt. Anders als bisher und eine glückliche WENDUNG ist, dass die Neue Zeit eben kein dunkler Abschnitt der menschlichen Entwicklung mehr sein wird. Das Ende des Leids bedeutet den Anfang des Glücks, und genau dort möchte eure Seele euch hinführen – dass ihr glücklich und zufrieden seid und mit Freude eure Arbeit tut. Die Arbeit und eine Lebensform, die euch entspricht, die euch begeistert und beflügelt, und so mit den allerbesten Gefühlen das Allerbeste für euch und eure Mitmenschen und Mitgeschöpfe verwirklicht. Dort will die intelligente Logistik der Seele hin – und ihr ebenfalls. Die Dynamik der seelischen Logistik hat sich über die Zeiten nicht verändert. Sie – die Dynamik – war im Alten Bewusstsein dieselbe wie heutzutage: Der Plan ist intelligent, er enthält Stufen, die Stufen bauen aufeinander auf, der Plan möchte sich gern verwirklichen, er wird deutlicher, wenn man seine Inhalte nicht erkennt, und er will für „seinen“ Menschen Entwicklung bis zu Ende des Leids und zum Anfang des Glücks. Was sich geändert hat, sind erstens die Zeiträume, in denen der Plan agiert. Denn inzwischen gibt es kein Karma mehr, also keine mitgeschleppten Belastungen aus früheren Leben. Man kann manchmal noch den einen oder anderen Rest finden, aber er drängt sehr darauf, gefunden zu werden, und dann lässt er sich auflösen. Die Zeiträume sind kürzer: Es ist möglich und die Seele wünscht, dass Glück im GEGENWÄRTIGEN Leben verwirklicht wird und nicht erst in dreihundert oder fünfhundert Jahren. Zweitens haben sich die Inhalte verändert: Der Weg über karmisches Leid und anderen, weniger schlimmen Verdruss sind nicht mehr dem Wachstum dienlich. Es darf jetzt besser und besser werden. Der Weg ist sehr viel gerader geworden. Danke, das war das Schlusswort meines Monologes. Aber ich habe noch nicht alles ausgepackt, was ich euch mitgebracht habe, ich warte auf Silvies anregende Fragen, damit ich punktgenau antworten kann. Silvie: Ja, die Sonderfälle... Tio: Ja, die gibt es. Allerdings sind sie seltener als ihr denkt – sehr viel seltener. Hartnäckiges Feststecken in Unglück, Krankheit oder Armut ist meist ein Hinweis auf tief sitzende Begründungen, und da braucht es Beharrlichkeit, um diese zu finden und zu erlösen. Die kommenden Jahre werden euch dazu noch viel Hilfe bereitstellten. Nun – im Allgemeinen bedeutet die Lösung eines Problems, dass man es komplett los wird – das Problem nämlich. Das geht oft nicht von jetzt auf gleich, es ist viel eher ein Prozess als ein Aha-Erlebnis. Es empfiehlt sich, dran zu bleiben, bis das Problem vom Tisch ist. Es lohnt sich. Die Bewusstheit wächst während des Lösungsprozesses enorm und die Lebensqualität ohne Problem ist dann sehr gut. In einigen wenigen mutigen Fällen bleibt ein Zustand oder Umstand teilweise oder ganz erhalten, NICHT aber dessen PROBLEMATIK. Es ist eine besonders mutige und anspruchsvolle Aufgabe und ein sehr grosser Wachstumsprozess, dann seinen Frieden damit zu machen und mehr als das – den Zustand oder Umstand sogar als etwas Positives zu sehen. Ich sage hiermit nicht, dass man sich etwas vormachen oder einreden soll. Für eine solche Entwicklungsreise ist eine enorme Bewusstheit erforderlich und eine schonungslose Ehrlichkeit, vor allem gegenüber sich selbst. Es sind mutige Pioniere, die jetzt in der Zeit des Übergangs gelegentlich solches leisten. Wenn ihr vielleicht solche Menschen kennt, dann wisst ihr auch, wie man sie erkennt: Sie sind gelassen, heiter und in Frieden. Schwierige Lebensumstände bedrücken sie nicht länger. Solches ist jedoch die absolute Ausnahme. Wenn ihr irgendwo feststeckt, dann schaut eher beharrlich nach den Gründen, das verspricht sehr viel mehr Zufriedenheit, nämlich dann, wenn man sie gefunden und erlöst hat. Ich kenne eine sehr nette junge Dame, die fürchterlich auf Kriegsfuss mit ihrem Beruf stand. Sie liess sich jahrelang allerhand einfallen, um nicht tun zu müssen, was sie doch tun musste. Es war ihr zu viel Verantwortung. Es gab aber keinen Ausweg, ihre Seele war unerbittlich: Sie wollte, dass diese junge Dame glücklich wird und etwas tut, was sie selbst und andere ebenfalls glücklich macht und dafür ihre Hemmschwellen überwindet. Die Dame war keiner von den Sonderfällen. Absolut keiner. Sie hat brav und beharrlich gegraben und geschürft, bis sie so ziemlich alles gefunden hatte, was ihrer beruflichen Erfüllung im Wege stand. Nun fühlt sie ich wohl und kompetent und ist froh, dass sie tun kann, was ihre Seele für sie bereitgehalten hat. Es hat lange gedauert, aber es hat sich gelohnt und es wird sie durch ein erfülltes Leben tragen. So ist es bei den meisten „hartnäckigen Fällen“: Sie sind kein Schicksal. Beharrliches Dranbleiben an der inneren Arbeit wird sie schliesslich zum Guten wenden. Und die wenigen mutigen Pioniere, die mit Einschränkungen zufrieden geworden sind, verdienen Respekt und Bewunderung. Silvie: Tio, die Welt „da draussen“ - die hat noch viel Leid im Gepäck. Tio: Pass auf, auf welcher Insel du deine Füsse hast. Die Welt da draussen ist nicht deine Welt in dem Sinne, dass du zu ihr gehörst. Du musst das nicht nachmachen, was du da siehst. Du sollst eine VERPFLICHTUNG daraus ableiten: Nämlich dass du dich entwickelst und entfaltest und dein Wissen und Können der Welt zur Verfügung stellst, auf dass du sie eines Tages besser zurücklässt, als du sie vorgefunden hast. Diese Pflicht ist allerdings nicht sauer und beinhaltet auch keinen Verzicht, sondern Freude, weil du dich und dein Können entfaltest. Beides geschieht parallel: So wie du dich entfaltest, kannst du immer mehr in der Welt tun. Das gilt für jeden, der sich der Entwicklung der Welt in ein besseres Zeitalter zur Verfügung gestellt hat. Nicht jeder kann den Weg in das Neue Bewusstsein mit offenen Augen gehen. Die meisten Menschen gehen nicht selber hinein, sie werden hinein gezogen. Dafür seid ihr da, ihr Pioniere. Ihr geht voran und zieht die Anderen nach. Dafür müsst ihr sie aber nicht am Arm ziehen oder hinein tragen, sondern das Gezogenwerden geschieht energetisch: Geht mit gutem Beispiel voraus und dadurch entsteht die Zugwirkung. (Munter): Klaro? Silvie: Klaro. Sagst du noch mal was zu den Lebensplänen in Horoskopen? Mir scheinen die nicht viel Dynamik zu erlauben. Tio: Tun sie aber doch, wenn man sie richtig versteht. Wer bestellt denn hier jedes Jahr sein Horoskop, um vorher zu wissen, welche Themen dran sind? Diese Dame kenne ich doch, oder? Silvie (lacht): Jaaa, das bin ich. Ich mache das, damit ich gleich weiss, was Sache ist und nicht erst mit der Nase auf ein Thema gestossen werden muss. Tio: Eben. Astrologische Transite, Progressionen und andere Ereignisse stellen ZEITFENSTER zur Verfügung. Bestimmte Inhalte kann man dann besonders gut erkennen, verwirklichen oder erlösen. Man bekommt eine Menge Rückenwind von der eigenen Seele und vom Kosmos. Das Horoskop zu lesen macht also durchaus Sinn. Wenn man sich am Anfang des Jahres schon einmal stressfrei mit den Inhalten – sprich: Wachstumsimpulsen – befasst, die da auf einen zukommen möchten, dann erkennt man schneller, was Sache ist und die Seele braucht nicht so nachdrücklich zu werden, wie sie es täte, wenn jemand etwas nicht erkennt. Man kann sagen, dass die Seele zu bestimmten astrologisch errechenbaren Zeiten besonders aktiv ist. Wenn jemand seine Zeitfenster dann nicht erkennt, kann sie ziemlich deutlich werden, und das kann auch „unangenehme“ Ereignisse hervorrufen. Wenn man Augen und Herz offen hält, ist das aber meist nicht nötig. Dann geht es wesentlich glatter. Du hast das doch neulich selber erlebt, wir haben sehr gelacht. Erzähl mal! Silvie (lacht): Ja, vor einigen Jahren wanderte der Pluto im Quadrat über meinen Aszendenten. Eine Astrologin, die ich kenne, meinte: „Pass gut auf der Strasse auf, wenn der Pluto über den Aszendenten wandert, gibt es leicht einen Totalschaden!“ Ich passte gut auf und mein Auto überstand den Transit ohne eine Schramme. Der Totalschaden fand auf einer anderen Ebene statt: Einige meiner lebenslang gepflegten Glaubenssätze mussten mit Entschlossenheit auf den Müll geworfen werden. SIE erlitten den Totalschaden, denn sie waren wirklich nicht zu retten. Tio: So gut kann's gehen, wenn man aufpasst. Auf Deutsch und auch für Nichtastrologen verständlich kann man sagen: Die Transite im Horoskop lassen die Seele aktiver werden. Es ist, als würde sie sagen: „Hallo Mensch, hier kommt dein Zeitfenster für ein bestimmtes Thema, nun mach mal dein Bereitschaftsfenster auf, dann kannst du einen grossen Schritt nach vorne tun! Ach ja, und wenn du nicht verstehst, um was es geht, dann werde ich, deine Seele, auch gerne etwas deutlicher!“ Silvie: Und wenn gerade nichts anliegt... Tio: Dann merkt man auch vom Transit nichts. Aber das ist Theorie. Wachsen kann man immer. Das ist die Praxis. Silvie: Hmmm. Danke, Herr Lehrer! Tio: Gerne! War noch was Interessantes? Silvie: Ja. Wie können wir sicher sein, dass wir Wachstum nicht mit schierem Egoismus verwechseln? Tio: Hast du schon mal einen glücklichen Egoisten gesehen? Silvie: Das weiss ich nicht. Vielleicht. Tio: Ich jedenfalls nicht. Egoist wird man aus Angst, nicht genug zu bekommen. Nicht genug Zuwendung, nicht genug Anerkennung, nicht genug zu tun, nicht genug Freizeit, nicht genug Geld.... Glücklich wird man davon aber gar nicht, sondern immer unglücklicher, weil blosses „mehr“ von irgendetwas nicht die emotionalen Wunden heilt, die die Angst verursachen und damit auch den Egoismus. Wenn ihr also glücklich seid und glücklicher werdet, wenn ihr das Gefühl habt, das ist GUT, was ihr tut, das ist positiv und macht Sinn und lässt euch wachsen, wenn ihr euch entspannt und getragen fühlt, wenn ihr Freude an eurer eigenen Kraft habt, dann seid ihr Lichtjahre entfernt von schierem Egoismus. Dann könnt ihr immer die Balance spüren zwischen euren eigenen Wünschen und Bedürfnissen und den Rechten Anderer. Klaro? Silvie (lacht): Klaro. Eines habe ich aber noch, nämlich mich interessiert, woher das Wort „Schicksal“ kommt. Tio: Dann schau es doch nach, wozu hast du Internet? Silvie (lacht): Na gut, Herr Faulpelz. Ich dachte, du würdest jetzt mal eben ganz entspannt in dein virtuelles Archiv gehen und nachschauen. Tio (sehr erheitert): „Na gut, Herr Lehrer“ bitte. Was der Schüler selber machen kann, das soll er selber machen, sonst lernt er ja nix. Silvie: Ich guck ja schon! (Nach längerer und kniffliger Sucherei im real existierenden Internet): Uff! Das war gemein! Ich wette, du hast das gewusst! Tio: Was dabei herauskommen würde, wusste ich. Aber nicht, dass du so lange danach würdest suchen müssen. Du hast aber doch allerhand dabei gelernt, oder? Also? Silvie: Na ja, langweilig war es nicht. Also: „Schick“ kommt von Mittelhochdeutsch „Schicksel“, was soviel bedeutet wie „Schickung“. Das, was einem geschickt wird also. So eine Art feinstoffliche Warensendung. Tio (grinst fühlbar). Silvie: „Sal“ hat aber nichts mit lateinisch „salus“ gleich „Heil“ zu tun. Dachte ich immer, aber stimmt nicht. Tio: Eben. Was gelernt. Das ist Volksetymologie. Macht aber ebenfalls irgendwie Sinn, wenn auch nicht den originalen. Silvie: „Sal“ kommt von indogermanisch „sel“ oder „sol“, einem Suffix. Einem Wortanhang also. Damit sind wir wieder bei der Schickung. Tio: Mir gefällt das. Es ist ganz wertneutral. Es wird einem etwas geschickt, aber es wird nicht bewertet. Ich finde das sehr passend. Wenn die intelligente Logistik eurer Seele sich als Schicksal bemerkbar macht, dann ist es ebenfalls klug, nicht gleich zu werten, sondern erst einmal genau zu schauen, was in der feinstofflichen Warensendung überhaupt drin ist. Silvie: Eigentlich ein kluges Konzept. Und was machen wir jetzt mit dem „salus“ der alten Römer? Tio (grinst fühlbar): Salü. Salute. Zum Wohl! Silvie: Möchtest du jetzt vielleicht ein Bier? Tio: Nur ein feinstoffliches, bitte. Silvie: Also was jetzt mit dem Latein? Tio: Das ist das, was ein kluger Mensch aus seinem Schicksal macht: Er ist keineswegs mit seinem Latein am Ende. Er macht aus seinem Schicksal sein Wohl. Und gleichermassen das Wohl der Anderen. Deswegen: Salü euch allen!
(Mehr war aus Tio nicht herauszubekommen. Er flog einen Looping und ward an jenem Tag nicht mehr gesehen. Am folgenden Tag kam er zurück, stocknüchtern und gesammelt und zum Arbeiten an anderen Dingen bereit. Die Sitzung bzw. Schreibstunde endete richtig lustig und die fröhliche Stimmung hielt sich noch lange.)
www.silvie-katz.de
|
|
Copyright © www.aliasInfo.ch2004-2012 * Veröffentlichung von hauseigenen Texten und Bildern mit Quellenangabe gestattet * * * Hinweis zu Copyrights
bei Verlinkung resp. Vervielfältigung: aliasInfo ist grundsätzlich bestrebt, die Rechte von Dritten einzuhalten und bei allfälligen Vervielfältigung resp. Verlinkung die jeweilige Quellenangaben zu veröffentlichen. Sollten trotzdem Ihre Rechte verletzt und ein berechtigter Anspruch bestehen, sind wir jederzeit bereit, entsprechende Werke umgehend zu entfernen, oder zu korrigieren, so Sie uns das bitte in einem kurzen, aber klar begründeten Mail mitteilen wollen. Des weiteren distanzieren wir uns von verlinkten Seiten, sollten sich deren Inhalte nicht unserem Gedankengut entsprechen, da wir darauf selbstredend keinen Einfluss ausüben können. Danke für Ihr Verständnis
Veröffentlichung von hauseigenen Texten und Bildern mit Quellenangabe gestattet
ALIASINFO
*
EMPFANG
*
DIE
BEDIENUNGSANLEITUNG
*
SPENDENINTERVIEW
|